Es gibt Rezepte, die nach Sommer schmecken. Und diese veganen Marillenknödel gehören definitiv dazu. Sobald die Aprikosensaison beginnt, freue ich mich jedes Jahr darauf, die süßen Früchte in einen weichen Knödelteig zu hüllen, sie in knusprigen Zimtbröseln zu wälzen und noch warm zu genießen.
Die klassische Variante wird meist mit Topfen zubereitet. Für dieses Rezept ersetzen wir ihn ganz unkompliziert durch Sojaquark. Das Ergebnis? Herrlich fluffige, saftige Knödel, die ihrem Original geschmacklich in nichts nachstehen und ganz ohne tierische Zutaten auskommen.
Ob als süßes Hauptgericht, Dessert oder besonderer Sonntagsgenuss: Diese veganen Marillenknödel sind schnell gemacht, gelingsicher und ein echtes Highlight während der Aprikosensaison.
Warum Sojaquark die perfekte Alternative zu Topfen ist
Viele traditionelle Knödelrezepte setzen auf Topfen oder Quark. Sojaquark eignet sich jedoch hervorragend als pflanzlicher Ersatz, denn er bringt eine angenehm cremige Konsistenz mit und sorgt dafür, dass der Teig schön saftig bleibt.
Gemeinsam mit etwas Weichweizengrieß erhält der Knödelteig genau die richtige Stabilität. Nach einer kurzen Ruhezeit lässt er sich wunderbar formen und umschließt die Aprikosen perfekt.
Ein weiterer Vorteil: Das Rezept enthält keinen raffinierten Zucker. Stattdessen sorgen Ahornsirup und Dattelpulver für eine natürliche, leicht karamellige Süße.
Das Rezept für vegane Marillenknödel
Zutaten für 8 Knödel
Für den Teig
- 250 g Sojaquark
- 150 g Mehl
- 50 g Weichweizengrieß
- 40 g vegane Butter
- 1 EL Ahornsirup
- 1 EL Dattelpulver
- 1 Prise Salz

Für die Füllung
- 8 kleine Aprikosen
Für die Brösel
- 80 g Semmelbrösel
- 40 g vegane Butter
- 1–2 EL Dattelpulver
- 1 TL Zimt

Zubereitung
1. Den Knödelteig vorbereiten
Alle Zutaten für den Teig zu einer gleichmäßigen Masse verkneten. Anschließend den Teig für etwa 20 bis 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Diese Zeit benötigt der Grieß, um zu quelle, dadurch wird der Teig später besonders formstabil.
2. Aprikosen vorbereiten
Die Aprikosen waschen, halbieren und den Kern vorsichtig entfernen. Wer mag, kann die Hälften anschließend wieder zusammensetzen.
3. Knödel formen
Den gekühlten Teig in acht gleich große Portionen teilen. Jede Portion flach drücken und jeweils eine Aprikose vollständig mit dem Teig umhüllen. Darauf achten, dass keine Öffnungen entstehen.
4. Knödel garen
Einen großen Topf mit leicht gesalzenem Wasser erhitzen. Das Wasser sollte nur leicht sieden und nicht sprudelnd kochen.
Die Knödel vorsichtig hineingeben und etwa 10 bis 12 Minuten ziehen lassen. Sobald sie an der Oberfläche schwimmen, sind sie meist fertig.
5. Brösel zubereiten
Während die Knödel garen, die vegane Butter in einer Pfanne schmelzen. Die Semmelbrösel darin goldbraun rösten. Anschließend Dattelpulver und Zimt unterrühren.
Die fertigen Knödel direkt in den warmen Bröseln wälzen und sofort servieren.

Variationen für das Rezept
Das Grundrezept funktioniert auch mit anderen Früchten hervorragend.
Probiere zum Beispiel:
- Zwetschgen im Spätsommer
- Erdbeeren im Frühsommer
- Pflaumen im Herbst
- Kleine Mirabellen
Wer mag, kann zusätzlich einen kleinen Würfel Marzipan oder etwas Mandelmus in die Frucht geben und erhält so eine besonders aromatische Überraschung. Auch bei den Bröseln kannst du kreativ werden: Gehackte Mandeln oder Haselnüsse sorgen für zusätzlichen Crunch.
Fazit: Vegane Marillenknödel, der Sommergenuss zum Verlieben
Diese veganen Marillenknödel zeigen, wie einfach sich ein traditioneller Klassiker pflanzlich zubereiten lässt. Der weiche Quarkteig, die fruchtigen Aprikosen und die knusprigen Zimtbrösel ergeben zusammen ein wunderbar harmonisches Dessert, das nach Sommer schmeckt.
Ob für Familie, Freunde oder einfach als kleine Belohnung für dich selbst. Dieses Rezept gelingt unkompliziert und bringt garantiert ein Stück österreichisches Wohlfühlessen auf den Teller. Wenn du die Knödel ausprobierst, erzähl gerne in den Kommentaren, welche Frucht du am liebsten verwendest. Viel Freude beim Nachkochen!





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