Jeder kann etwas gegen ihr Aussterben tun

Wildbienen bieten uns einen faszinierenden – und in diesem Fall auch traurigen - Einblick in die Zusammenhänge der Natur. Denn diese kleinen Freunde sind vom Aussterben bedroht. Und das hat weitreichende Folgen für uns alle. Denn sie bestäuben etwa 80% der Pflanzen und sichern damit das Überleben von Bäumen, Blumen und Gräsern - und damit unserem Essen. Die Biene ist eines der wichtigsten Nutztiere des Menschen.



Gibt es keine Bienen mehr – so können die Pflanzen nicht bestäubt werden. Forscher reden gar davon, dass die Menschheit ohne Bienen nach nur 4 Jahren ausgestorben wäre. Zum Glück findet gerade eine Sensibilisierung für dieses Thema statt. Denn noch können wir verhindern, dass es zum Äußersten kommt.

Wichtig also, dass wir ein bisschen mehr über diese kleinen Tiere erfahren:
Viele grüne Gewächse leben mit den Wildbienen symbiotisch. Jeder braucht also den anderen, um zu existieren. Sie „fliegen“ nicht nur auf Süßes - scharf und feurig darf es auch sein. Habanero-Chilis in Mexiko benötigen ebenso ihre Hilfe und schaffen gerade für die Furchenbiene geeigneten Lebensraum. Auch Hummeln zählen zu den Wildbienen.



Der Begriff „wild“ steckt nur im Namen, einen Stachel zur Verteidigung benötigen sie nicht - sie bilden keine Staaten, horten keine Nahrung oder betreiben Brutpflege. Anders als ihre berühmte Verwandte, die Honigbiene, leben sie meist als Einsiedler. Manche Gattung ist kaum größer als ein Reiskorn, ihre gravierende Leistung weltweit im Vergleich: riesengroß.

Ein Umdenken ist gefragt, der Erhalt ihrer Welt beschäftigt immer mehr Initiativen rund um den Globus, so auch das Kuratorium des Arbeitskreises Wildbienen-Kataster in Deutschland. Jedes Jahr suchen die Initiatoren eine interessante Wildbienenart aus, um exemplarisch ihr Wirken darzustellen und damit Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Die Wildbiene des Jahres 2018 ist die Gelbbindige Furchenbiene.



Sie ist vergleichsweise groß und ihre ockergelbe Farbe ist auffällig. Und sie hat zudem eine besondere Eigenschaft: ihre ausgeprägte Teamarbeit. Eine gute Wahl also, denn nur gemeinsam können wir gegen das Wildbienensterben und die für uns alle verheerenden Folgen ankämpfen.