Glamping – Tante Fine hat’s ausprobiert

Dienstag, 10. Juli 2018 11:44:02 Europe/Berlin

Glamouröses Camping ist derzeit ein Trend, den wir uns unbedingt mal näher angucken wollten.

Entspannt Urlaub machen, nah an der Natur zu sein – und dabei auf nichts verzichten müssen. DAS ist Glamping. Klingt gut, oder? Das dachten wir uns auch. Also haben wir uns zunächst mal schlau gemacht, was es denn genau bedeutet.

Mittlerweile gibt es unzählige Angebote. Sie reichen von Jurten über Baumhäuser an Seen, Logezelten in schöner Umgebung bis hin zu voll ausgestatteten Bungalows. Mal stehen die Unterkünfte in freier Natur, mal in Feriendörfern oder auf Campingplätzen.

Letzteres kam für uns nicht in Frage. Wir wollten Natur pur. Aber eben mit einem Hauch von Luxus. Und weil es bei Tante Fine so viele schöne Fleckchen gibt – und wir auch tatsächlich nicht die Zeit hatten, alle für ein paar Tage zu verschwinden – haben wir einfach ein Fleckchen bei uns am Hof ausgesucht.



Jetzt hieß es einzupacken, was unser Herz begehrte. Zelt natürlich, ist ja klar – und das hätte tatsächlich auch ein bisschen größer sein dürfen, um einen Hauch Luxus zu versprühen.

Aber da wollen wir mal nicht so kleinlich sein. Denn außen rum war es dafür umso schöner. Ausgestattet mit vielen Kissen, Decken, Liegestuhl, Essen und Getränken sind wir also raus gefahren und haben alles aufgebaut.





Einfach mal die Seele baumeln lassen, schöne Gespräche führen, Zeit füreinander haben. Mehr braucht man doch eigentlich gar nicht. Wir haben das sehr genossen. Ein bisschen dem Alltag entfliehen – das können wir wirklich jedem empfehlen. Ganz egal, ob das direkt vor der Haustür stattfindet oder ein bisschen weiter weg.

Und Glamping ist wirklich eine schöne Art für ein paar Tage Auszeit.





Gesunde Ernährung gehört bei so einem Wohlfühltag einfach mit dazu, und wo kann man besser schlemmen und genießen, als an einer hübsch gedeckten Tafel unter freiem Himmel. Salate und leckeres Gemüse vom Grill – da dürfen die neuen Gewürzmischungen von Tante Fine nicht fehlen.





Hier noch ein paar Hintergrundinformationen

Es ist keine neue Erfindung, nur eine facettenreichere Auslegung als zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Glamourös campen. Diese beiden Begriffe formen sich zu einem Wort und betiteln unter „Glamping“ eine immer beliebtere Kombination von Erlebnis und Luxus an außergewöhnlichen Orten. Doch die damaligen Beweggründe waren noch etwas anderen Ursprungs.

Anfang des 20. Jahrhunderts reiste die reiche Oberschicht nach Afrika, um dort bei einer Safari Jagd auf Großwild zu machen und zu Hause mit exotischen Trophäen zu glänzen. Aber keinesfalls ohne Stil! Auf ihren gewohnten Komfort wollten die Vermögenden beim Campen nicht verzichten und so waren die Zelte möbliert.

Tatsächlich gibt es auch Glamping Anbieter, die diese Atmosphäre wieder herauf beschwören. Wie zum Beispiel das Scarabeo Camp in der Nähe von Marrakesch.

Guckt Euch HIER mal ihre wunderschöne Webseite an. Da bekommt man doch sofort Lust dorthin zu reisen.



Vorreiter von Glamping der Jetztzeit war natürlich die Campingnation Niederlande, die die Welle des naturnahen Luxus’ vor ein paar Jahren nach Deutschland schwappen ließ. „Wenn du denkst, Abenteuer seien gefährlich, dann versuch es mal mit Routine: Die ist tödlich“, meint der Philosoph und Autor Paulo Coelho und könnte damit die derzeitige Lust nach einem exklusiven und authentischen Urlaub kaum besser beschreiben. Und genau darauf haben sich zahlreiche Glampingplätze weltweit spezialisiert. Denn wo sonst kann man zum Beispiel in einem prachtvoll ausgestatteten Lodgezelt mit frei stehender Badewanne, Toilette und Himmelbett im Inneren und Kochmöglichkeit über offenem Feuer im Freien, all diese Attribute vereinen.



Hoch oben in den Wolken schlummern, davon hat sicher jeder schon einmal geträumt – in Baumhaushotels kurzerhand erlebbar. Der Grad an Komfort ist individuell gestaltbar. Ob in einem Bauwagen oder doch nur im Himmelbett unter einer Zeltplane am See – so, wie das Bedürfnis nach Natur und Ausstattung gelebt werden möchte. Einen weiteren Vorteil neben „Prunk“ bietet diese Camping-Variante: Lästiges Zeltaufbauen hat ein Ende, die Unterkunft steht bei den Anbietern vollständig bereit. Kurzum ist es wie bei jedem Trend, alles war schon mal da und das Rad wurde nicht neu erfunden – muss es ja auch nicht.

Tante Fines Fazit: „Naturnah, ein Gefühl von Freiheit & Abenteuer und trotzdem muss man auf nichts verzichten – Besser geht’s nicht!“
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Britta Balling