Gastautorin DR. ROSINA SONNENSCHMIDT ist Heilpraktikerin, Musikerin und Buchautorin. Sie teilt ihr wertvolles Wissen nun regelmäßig in Beiträgen bei Tante Fine.

Die international renommierte Homöopathin ist bekannt für ihre ganzheitliche Sicht von Krankheit und Heilung. Sie hat zahlreiche Pionierarbeiten in der Behandlung von Mensch und Tier auf den Weg gebracht und Marksteine in der Ganzheitsmedizin gesetzt. Zudem ist sie erfolgreiche Autorin von über 50 Fachbüchern über Homöopathie, Ganzheitsmedizin, Humor und Gesundheit. Als erste Frau und Homöopathin wurde sie zum Ehrenmitglied der Japanischen Kaiserlichen Homöopathie- und Medizingesellschaft (JPHMA) ernannt und bereits mehrmals nach Japan eingeladen.



Mit Humor und Empathie leitet sie Fachfortbildungen für Ärzte und Therapeuten aller Richtungen sowie auch Kurse für Jedermann. Irgendwas mach ich wohl richtig, dass ich trotz enorm fleißiger Arbeit noch Zeit für Müßiggang, Muße, Lebenslust und schöpferischen Selbstausdruck habe. Ich nehme Sie mal mit auf eine kleine Reise in unsere Organuhr, denn sie erinnert an den kleinsten Rhythmus, den Tagesrhythmus. Der ist die stärkste Quelle für Ihre Gesundheit!



Der Morgen und Vormittag besteht aus zwei gegenläufigen Prozessen. Er beginnt mit dem Dickdarm 5 – 7 Uhr. Nach der Nachtruhe will der Körper alle Stoffwechselabfallprodukte loswerden. Wenn der Darm leer ist, ruft der Magen von 7 – 9 nach Nahrung, weshalb wir in der Regel ein Frühstück einnehmen.



Gleichzeitig ist die gesamte Morgenzeit bis mittags organisch darauf ausgerichtet, auszuscheiden. Das macht den Körper leicht und bietet die Voraussetzung für geistige Regsamkeit. Ausscheidende Nahrung sind vor allem Früchte oder Breie. Deshalb sollten Sie reichlich trinken: frisch gepresste Obstsäfte, Tee, Kaffee, Wasser.



Ungefähr ab 12 Uhr ändert sich die natürliche Vitalenergie ebenfalls in einer gegenläufigen Dynamik. Bis zum Abend werden wir langsamer im Geist, während der Körper auf Hochtouren läuft, weil er jetzt die festen Substanzen mit Mineralstoffen aufbaut: Blut, Zellen, Gewebe, Knorpel und Knochen ziehen aus der Nahrung die entsprechenden Nährstoffe und brauchen dazu mehr Ruhe. Mineralien sind reichlich im Gemüse, Getreide, Kartoffeln, Milchprodukten, Eiern, Fleisch und Fisch enthalten. Eine optimale Mineralstoffversorgung von Mittag bis abends geschieht durch Gemüsesäfte. Zur Geschmacksverfeinerung eignen sich immer Apfel, eine Scheibe Ananas, ein Büschel Gerstengras und Karotten.



Sie sehen in Abb. 2 einen Schlenker gegen 15:30 Uhr. Da geht es um die Tee- oder Kaffeezeit mit etwas Süßem. Der Sinn dieser Zäsur in der Organuhr ist der Energie-Push durch Kohlenhydrate. Die mineralreiche Kost mittags und abends benötigt ja eine Verlangsamung der geistigen Aktivität, weil pflanzliche Eiweiße und Fette langsamer verstoffwechselt werden als Kohlenhydrate. Würden wir aber von 12 Uhr bis 18 Uhr permanent langsamer, landeten wir um 18 Uhr im Tiefschlaf. Wir benötigen sozusagen „auf halber Strecke“ eine schnelle Energiebereitstellung, um wach und vital zu bleiben. Wenn wir die Tee- oder Kaffeepause sinnvoll einsetzen, haben wir abends noch genügend Energie nach dem Abendessen für Geselligkeit, Theaterbesuch oder Bewegung (Sport, Tanz, Musik usw.).

Versuchen Sie mal den Tagesrhythmus bewusst, wenn nicht jeden Tag, aber immer öfter zu beherzigen. Dann verlieren sich so manche hausgemachte „Zipperlein“ und wächst Ihnen eine stabile Immun- und Lebenskraft zu!

Mehr von Dr. Rosina Sonnenschmidt unter www.inroso.com.