Im Moment findet man sie fast überall. Wer aufmerksam durch die Natur spaziert, kann jederzeit am Rande unzählige Sträucher mit Brombeeren entdecken – und davon naschen.



Das Pflücken der Früchte ist aber nicht immer ein Spaß. Denn die Sträucher der wild wachsenden Brombeeren sind sehr dornenreich. Deswegen werden sie mancherorts auch Kratzbeere genannt und machen ihrem Namen tatsächlich alle Ehre. Aber da muss man eben durch und die Anstrengung wird ja auch belohnt.

Denn die Brombeere ist nicht nur saftig und säuerlich süß – sondern eben auch extrem gesund.

Also nichts wie ran, an die leckeren Beeren. Aber natürlich möglichst weit entfernt von stark befahrenen Straßen sammeln. Denn durch die unebenen Früchte und die feinen Häärchen an der Oberfläche setzen sich auf ihnen sehr leicht Schmutz und die Giftstoffe aus der Luft fest.



A propos uneben: rein botanisch gesehen sind Brombeeren (lat. Rubus fruticosus) sogenannte Sammelfrüchte. Und zwar nicht, weil man sie selbst sammelt – sondern weil sie eben aus den vielen kleinen Früchtchen bestehen, die eng beieinander liegen und auf dem zapfenförmigen Fruchtboden sitzen. Sie gehört übrigens zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) .

Ursprünglich kommen die Brombeeren aus den unendlichen Wäldern Nordamerikas und Eurasiens. Aber mittlerweile wachsen sie quasi überall, außer in Afrika.

Bei uns haben die Brombeeren etwa ab Juli Saison. Je nach Wetterlage kann man sie sogar bis Ende Oktober ernten – oder in guten Jahren manchmal sogar noch bis zu den ersten Frostnächten.



Man hat also genug Zeit immer wieder von den leckeren Beeren zu naschen und sie zu pflücken. So wie wir. Die ersten werden direkt gegessen und erst wenn wir genug Waldaroma genossen haben, wandern die Früchte in den Eimer.



Brombeeren sind sehr empfindliche Früchte und verderben schnell. Bei uns nicht, weil wir sie schon vorher essen – aber ansonsten können sie schnell Schimmel bilden.

Solltest Du Brombeeren kaufen, also besser immer lose. Denn dann hast Du die Möglichkeit jede einzelne Frucht anzusehen. Im Kühlschrank gelagert sind sie ein bis zwei Tage lang haltbar, bei 0 Grad maximal vier Tage. Du kannst die Früchte aber auch einfrieren und Dir so ein paar gesunde Vorräte für den Winter anlegen.



Wie gesund sind denn jetzt eigentlich Brombeeren?

Sowohl die Früchte, als auch ihre Blätter haben eine positive Wirkung auf die Gesundheit.

Die dunkle Farbe der Brombeeren hat sie durch ihre Pflanzenfarbstoffe. Diese hemmen Bakterien, Viren, Pilze und lindern Entzündungen. Diese Pflanzenfarbstoffe verbessern außerdem die Fließfähigkeit des Blutes und helfen dabei, Herz und die Gefäße gesund zu halten.

Auch der lösliche Ballaststoff Pektin ist in der Brombeere. Der wiederum hält den Cholesterinspiegel auf Normal-Niveau. Dank ihres Ballaststoffanteils können Brombeeren die Verdauung anregen.

Brombeeren sind außerdem echte Vitaminbomben. Sie haben einen sehr hohen Gehalt an Vitamin C. Auch das zellschützende Vitamin E ist enthalten, so wie ein hoher Anteil von Beta-Carotin. Damit ist diese Frucht ein echtes Anti-Aging-Paket. Dazu noch wenig Kalorien (44 kcal pro 100 Gramm) und kaum Fett. Also auch noch gut für die Figur.

Sie haben einen höheren Anteil von Provitamin A, als alle anderen Beerenfrüchte. Dieses Vitamin ist für den Sehprozess sehr wichtig. Auch die Vitamine aus der B-Gruppe sind zu erwähnen, denn sie sind an vielen Stoffwechselfunktionen beteiligt. Und ihr Gehalt an Mineralien ist ebenfalls hoch.

Und dann enthalten sie zusätzlich noch , Kalium, Kalzium, Kupfer, Magnesium, Eisen, Phosphor, Flavonoide (blaue Farbstoffe) und Fruchtsäuren.

Die Liste an guten Inhaltsstoffen ist also extrem lang. Es lohnt sich also, sich die Mühe zu machen und sich durch die dornigen Sträucher zu arbeiten.

Pur schmecken die Brombeeren ja schon sehr gut. Aber mit einer Kugel Eis und mit unserem Blütenzucker garniert, sind sie fast unschlagbar. Oder als Schichtdessert mit Haferkeksen und einer Kombi aus Quark und Sahne. Ein Traum. Wirklich!

Du kannst sie aber auch im Obstsalat mit anderen Früchten genießen. Optisch und auch geschmacklich passen sie sehr gut zu Himbeeren, Johannisbeeren, Nektarinen und Pfirsich. Oder Du rührst sie in den Joghurt, verarbeitest sie im Smoothie oder backst einen Kuchen. Die schmecken einfach immer und überall.

Wie wäre es mit unserem Smoothie BEERENBOOSTER. Wir nennen ihn jetzt einfach um in BROMBEERBOOSTER und ersetzen den 200g TK Beeren Mix mit 200g frisch gepflückten Brombeeren.




Da sie so einen hohen Saftgehalt haben und ihr Aroma intensiv ist, kannst Du sie auch gut entsaften und / oder ein Gelee oder eine Marmelade draus machen.

Und dann gibt es ja auch noch die Brombeerblätter

Sie enthalten Gerbstoffe, organische Säuren, Flavonoide sowie etwas Vitamin C. Damit sagt man ihnen eine schleimlösende und blutreinigende Wirkung nach.

Für die äußerliche Anwendung wird zunächst ein Brombeerblättertee zubereitet, der dann als Kompresse verwendet wird. Sie kommt zum Einsatz bei Hautentzündungen und Hämorrhoiden. Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum kann der Tee gegurgelt oder der Mund damit gespült werden.

Zubereitet wird er indem Du 2 Teelöffel Brombeerblätter mit 200 ml kochendem Wasser aufgießt, 10 Minuten zugedeckt ziehen lässt und dann abseihst. Für Kinder reicht es, wenn der Tee nur 5 Minuten zieht.



Bleib gesund!